Flüchtlingsrat begeht 30-jähriges Bestehen – Woche 10

In den nächsten 30 Wochen wird jede Woche das Statement eines Ratsmitglieds auf der Homepage veröffentlicht – diese Woche das Ratsmitglied Bernd Meisterling-Riecks.


Zu dieser Gelegenheit teilen Vereinsmitglieder und Unterstützer:innen ihre Gedanken zur Arbeit des Flüchtlingsrats und blicken zurück auf die vergangenen Jahre.

"30 Jahre ist eine lange Zeit...aber nicht nur die lange Zeit, die sich der Flüchtlingsrat und seine beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden bereits engagieren, ist hervorzuheben, sondern auch die Qualität und die Ergebnisse der Arbeit....nämlich das Schaffen von Lebensperspektiven für Geflüchtete .... Männer, Frauen, Kinder. Menschen, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben.
Davon konnte ich mich vor allem in der Zeit von 1997 bis 2007 überzeugen. Damals habe ich die Ev. Beratungsstelle Römerbrunnen geleitet. Dort lebten damals viele Geflüchtete aus dem Irak und der Türkei....aramäische Christen, Jeziden und Jezidinnen, Kurden und Kurdinnen... .auch damals schon Menschen aus Afghanistan, aus Sri Lanka.... und vielen anderen Ländern. Römerbrunnen als Melting pot....auch eine Sichtweise....und oft erzählten mir Menschen davon, dass sie das nicht alleine geschafft hätten, hier "Aufenthalt zu kriegen", sondern dass es da Unterstützung gegeben hat.
Von Anfang an versuchten diese Menschen, hier etwas Neues aufzubauen, Fuß zu fassen.... in dem Tempo, das jedem und jeder Einzelnen möglich war.
Dann war ich für einige Jahre nicht mehr hier in Mönchengladbach. Seit ich vor einiger Zeit zurückgekehrt bin, habe ich einige Menschen, damals waren sie Kinder, wiedergetroffen....zufällig auf der Strasse oder auch bei meinem Friseur. Dort arbeitet jetzt eines "meiner Mädchen"....Heute eine ausgebildete Friseurin. Ein anderer studiert Jura, eine dritte ist Bauingenieurin....und diese Reihe kann ich fortsetzen....ich freue mich so über jede einzelne dieser Begegnungen. Danke, Flüchtlingsrat...Eure Arbeit verändert Leben....und Gesellschaft! Für beides bin ich unendlich dankbar!
Birgit Pfeifer

 

 

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